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Sondermüll dank UV-LED-Druck...

Welche Umweltbilanz hat ein Elektroauto, dessen Strom ausschließlich aus Braunkohlekraftwerken bezogen wird? Richtig, eine ziemlich schlechte. Wie sieht es bei einem hochwertigen Recyclingpapier aus, das im UV-Verfahren bedruckt wird? Ähnlich miserabel. Bei diesen Druckverfahren wird aus einem ökologisch hergestellten Grundprodukt Sondermüll. Die dabei eingesetzten Farben und Hilfsmaterialien unterscheiden sich fundamental vom konventionellen Offsetdruck: Als Bindemittel werden lichtreaktive Materialien eingesetzt, die unter starker UV-Strahlung – erzeugt im Trockner der Druckmaschine – zu einem Kunststoff polymerisieren. Die Pigmente werden eingeschlossen und fest mit dem Papier verbunden. Jeder einzelne Rasterpunkt wird zu einem Stück

… es geht auch anders.

Kunststoff. Das bedruckte Papier wird so zu Sondermüll. Das wäre wie ein Bio-Brathähnchen, das mit Genmais serviert wird. Auch die Verarbeitung der hochgiftigen Farben und Hilfsmittel hat es in sich: Beim Druckprozess entsteht schädliches Ozongas. UV-Farben und -Lacke, die nicht vollständig polymerisiert werden, sind Gefahrstoffe. Der Umgang mit ihnen unterliegt strengen Auflagen und birgt gesundheitliche Risiken für Mensch und Umwelt. Für uns sind das absolute K.-o.-Kriterien und gute Gründe, auf diese Technik komplett zu verzichten. Wir setzen auf hochwertige Recyclingpapiere und traditionelle Druckverfahren mit hochpigmentierten Farben. Die hohe Qualität spricht für sich. Sie halten sie in Händen.

Reden wir über greenwashing

AdBlue, BluTec, EcoBoost – was die Wortschöpfungen der Automobilbranche in Sachen Umweltschutz angeht, sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. Tatsache ist, dass ein Verbrennungsmotor immer Abgase freisetzt. In der Druckbranche zeichnen sich ähnliche Trends ab: Hightech wird mit „grün“ gleichgesetzt. Die LE-UV-Technologie ist ein schönes Beispiel. LE steht für „Low emission“. Klingt gut: niedrige Emissionen. Gemeint ist die Energie, die zum Trocknen des Druckprodukts, also die UV-Strahlen zur Polymerisation, aufgewendet wird. Verschwiegen wird, dass diese Energie zusätzlich beim UV-Druck nötig ist und sich „low“ im Vergleich zum konventionellen, ökologisch bedenklichen und energieaufwendigen UV-Druck bezieht.

Druck als Selbstinszenierung?

„Der Wurm muss dem Fisch schmecken, nicht dem Angler.“ Dieser gern von Marketing-Fachleuten zitierte Ausspruch trifft die Problematik im Kern. Auch wir können im Alltag oft beobachten, dass Leistungen von Kunden gefordert oder Agenturen vorgeschlagen werden, weil sie technisch machbar sind. Doch was erwartet oder wünscht sich der sogenannte Endverbraucher, der Leser, der potenzielle Kunde? Freut er sich über Druckfarben, die wie gentechnisch veränderte Fische im Aquarium leuchten? Oder schätzt er ein handwerklich-technisch hochwertiges Produkt, das nicht als Referenz für den letzten Schrei in der Drucktechnik steht, sondern ihn mit Kreativität, Gefühl für Material und Gestaltung emotional anspricht?

Millionenfache Vielfalt

Im klassischen Vierfarbenoffsetdruck ist heutzutage die Darstellung von rund einer Million Farbtöne möglich. Das entspricht in etwa einem Viertel aller darstellbaren Farben. Um dieses Potenzial bestmöglich ausreizen zu können, bedient man sich gerne der sogenannten Sonderfarben, die durch eine hohe Brillanz hervorstechen. Mit den modernen hochpigmentierten Farben kann auf die kostenintensive Variante mit einer oder mehr zusätzlichen Farben weitestgehend verzichtet werden. Durch den höheren Anteil an Farbpigmenten im Vergleich zum Bindemittel verfügen alle Farbbereiche über eine wesentlich höhere Strahlkraft, mehr Glanz und erzeugen auch einen besseren Kontrast im Vergleich zu herkömmlichen Offset-Farben.

Überzeugen Sie sich selbst

Mit unserer jahrzehntelangen Erfahrung im ökologischen Offsetdruck bieten wir Ihnen die Möglichkeiten, fast jedes Druckprojekt in bester Qualität nach höchsten Umweltstandards zu realisieren. Dafür stehen wir mit unserer Erfahrung und Leidenschaft.

In Aller Munde: Mikroplastik

Ganz gleich, was die aktuelle Diskussion über Plastikmüll voranbringt, die Fotos von Plastikinseln im Meer, mit Plastikmüll gefüllte Mägen von Seevögeln oder die Angst vor Mikroplastik in der Zahnpasta – Plastikabfall und Mikroplastik sind buchstäblich in aller Munde. Fragwürdige Müllexporte unter dem Deckmantel des Wertstoffrecyclings nach Asien oder Afrika und der chinesische Importstopp für Plastik aus Europa regen zum Umdenken an. Es entstehen plastikfreie Bio-Supermärkte, das Bewusstsein für den sorglosen, teils pervertierten Umgang mit Kunststoffen wächst rasant. Ein guter Ansatz, wie wir finden. Und eine weitere Bestätigung, mit dem Verzicht auf UV-Farben und -Lacke eine gute Entscheidung getroffen zu haben.

Warum bewährtes über Bord werfen?

Vor rund 100 Jahren wurde der Offsetdruck als Weiterentwicklung der 1796 erfundenen Lithografie eingeführt. Seitdem werden Materialien und Drucktechniken immer weiter verfeinert. In den letzten Jahrzehnten wurde das Papierrecycling nahezu perfektioniert. Bei den konventionellen Druckfarben wurde der Fokus auf optimierte Deinking- Verfahren zur Druckfarbenentfernung gelegt, um möglichst reine Recyclingpapiere zu produzieren. Die Verwendung von modernen, hochpigmentierten Druckfarben bietet sich vor dem historischen und ökologischen Hintergrund geradezu an, um ein nachhaltiges Druckerzeugnis zu produzieren. Geradezu paradox erscheint hier der Einsatz von UV-Farben und -Lacken, die den Recyclinggedanken zunichtemachen.

Warum hochpigmentierte Farben?

Ökologische Druckverfahren und höchste Qualität bedeuten für uns keinen Widerspruch – im Gegenteil. Das Angebot an Recyclingpapier war nie so groß wie heute, den Unterschied zu herkömmlichen Frischfaserpapieren erkennen selbst Fachleute nicht auf Anhieb. Und die Farben? Auf diesem Gebiet gab es in den letzten Jahren viele neue Ansätze, das Farbspektrum im Offsetdruck noch besser auszunutzen. So setzen wir nach ausführlichen Qualitätstests seit 2016 nur noch hochpigmentierte Farben ein, die frei von Mineralöl und Kobalt sind – weil uns die Resultate von ihrer hohen Qualität her überzeugt haben und weil diese konventionelle Technik in jeder Hinsicht unserem ökologischen Selbstverständnis entspricht.

Die Ulenspiegel Klima-Initiative

Seit 1. Januar 2016 haben wir unsere komplette Produktion und unseren Standort CO2-neutral gestaltet. Maßnahmen zur CO2-Vermeidung, z.B. Strom aus Wasserkraft, Ener-gierückgewinnung, Verwendung energiesparend hergestellter Produkte und Hilfsstoffe, sind bei uns schon seit langem im Unternehmen implementiert. Mit unserer Klima-Initiative unterstützen wir nun das Klimaschutzprojekt Resex Rio Preto-Jacundá REDD+ Waldschutzprojekt, Brasilien VCS-Registrierung: 1115. Es liegt im Tal von Jari im brasilianischen Bundesstaat Amapá. Das Tal fungiert als ökologischer Korridor mehrerer Naturschutzgebiete. Es ist reich an Arten und umfasst eine Reihe von bedrohten Tier- und Pflanzenarten, die aber durch Landwirtschaft, Viehzucht und Besiedlung bedroht sind. Das Waldschutzprojekt trägt zum Erhalt und Schutz der bedrohten Flora und Fauna bei und schafft Lebensraum und Einkommen für 140 Familien und die lokale Bevölkerung.

Das Logo kann auf Wunsch im Impressum eines Druckproduktes mitgedruckt werden.

Weitere Informationen zum Klimaschutzprojekt finden Sie im Internet unter folgenden Links:

Zukunftswerk Urkunde CO2 2017

 

Kontakt

Ulenspiegel Druck
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Birkenstraße 3
82346 Andechs
Tel.: 08157 / 99 75 9 – 0
Fax: 08157 / 99 75 9 - 22
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