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Illegal - für viele Unternehmen scheißegal

Immer wieder findet sich in Papierprodukten deutscher Unternehmen nicht deklariertes Tropenholz, sei es in Büchern, Geschenktüten, Geschenkboxen, Briefumschlägen, Schulheften oder Geschenkpapieren. Die Unternehmen, die damit Handel betreiben, machen sich strafbar, denn sie verstoßen gegen die seit 2013 geltende EU-Holzhandelsverordnung (EUTR).
Bisher konnte man die Herkunft der für die Papierherstellung benötigten Holzfasern nicht eindeutig bestimmen. Die aus dem Holz gewonnenen gebleichten Zellstofffasern durchlaufen intensive chemische Prozesse. Danach sind die ursprünglichen Holzarten kaum noch zu unterscheiden.
Mittlerweile hat der Arbeitsbereich chemische Holztechnologie der Uni Hamburg eine neue Methode entwickelt, mit der man mittels eines „chemischen Fingerabdrucks“ die unterschiedlichen Holzarten und damit auch Tropenholz in Papier nachweisen kann. Nun liegt es an den Behörden, mit dieser Methode verlässliche und gerichtsfeste Fakten zu schaffen, um die illegalen Praktiken der Unternehmen zu unterbinden.
Wie weiträumig dieses Verfahren durchgesetzt werden kann und wird, bleibt offen. Der VW-Skandal hat ja gezeigt, wie eng vernetzt Politik und verbrecherische Unternehmen über Jahre hinweg den Betrug am Konsumenten betrieben haben. Johannes Zahnen, Umweltingenieur beim WWF, meint:
"Die Verbraucher werden (...) völlig alleine gelassen. Sie haben kaum eine Chance, nachhaltige von Raubbauprodukten zu unterscheiden und werden so indirekt zu Komplizen des Raubbaus an den Wäldern gemacht".

APRIL - ein krimineller Papierproduzent

Asia Pacific Resources International Ltd. (APRIL) mit Sitz in Singapur und Jakarta ist einer der größten Papierkonzerne der Welt. Von Asien aus liefert er sein Papier in über 60 Länder weltweit. In Indonesien betreibt APRIL skrupellose Regenwaldvernichtung. Das zur Herstellung benötigte Holz besorgt sich der Konzern nach Schätzungen von Umweltschützern zu 75 Prozent aus illegalem Holzschlag.
Damit trägt APRIL wesentlich dazu bei, dass Indonesien seit den 90er Jahren pro Jahr 3,8 Millionen Hektar ursprünglichen Wald verlor. Auch in Deutschland befindet sich das Papier von APRIL im Handel. Alarmiert durch Robin Wood und Greenpeace verzichten mittlerweile einige Großkunden und Papiergroßhändler auf APRIL-Papierprodukte, oder haben ihre Verträge mit dem Unternehmen auf Eis gelegt. Unter ihnen Karstadt, MontBlanc, Adidas und die Metro-Gruppe. Auf Druck internationaler Umweltverbände verfügte zudem die Santander Bank einen Kreditstopp für APRIL.
Dennoch wird immer noch Regenwald gerodet und in Akazienplantagen umgewandelt. Der Druck auf das Ökosystem Wald bleibt somit bestehen. Nach wie vor bezieht dessen ungeachtet die weltgrößte Papierfirma International Paper noch immer Produkte von APRIL. Und auch in Deutschland gehört der Großhändler Papier Union zu den Kunden des Konzerns.
Welche weiteren Unternehmen oder Papiergroßhändler dieses Papier noch im Handel haben oder verwenden, ist nicht bekannt.

Die Ulenspiegel-Klima-Initiative

Ab 1. Januar 2016 werden wir unsere komplette Produktion und unseren Standort Co2-neutral gestalten. Maßnahmen zur Co2-Vermeidung, z.B. Strom aus Wasserkraft, Energierückgewinnung, Verwendung energiesparend hergestellter Produkte und Hilfsstoffe, sind bei uns schon seit langem im Unternehmen implementiert.

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Energie-Genossenschaft Fünfseenland

Frischer Wind für die Energiewende in der Region Starnberg-Ammersee

Seit zehn Jahren gibt es den Energiewendebeschluss im Landkreis Starnberg. Um diesen auch in die Tat umzusetzen, gründeten engagierte Bürgerinnen und Bürger vor vier Jahren die Energie-Genossenschaft Fünfseenland eG.

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Recyclingpapier – Gut fürs Klima!

Recyclingpapier mit dem Blauen Engel ist ökologisch unschlagbar, denn es garantiert massive Einsparungen an Energie, CO2 und Wasser. Zu diesem Ergebnis kommt eine aktuelle Untersuchung des unabhängigen Heidelberger Instituts für Energie- und Umweltforschung (IFEU). Im Auftrag der Initiative Pro Recyclingpapier erstellte das Institut eine umfangreiche Umweltbilanz zur Produktion von Papieren.

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